Steuer, Noemi

nsteuer[at]datacomm.ch

Noemi Steuer belegte Afrikanistik an der Universität Köln (B.A.) und beendete ihr Studium am Ethnologischen Seminar in Basel mit einer Magisterarbeit zu AIDS-Diskursen in Mali. In ihrer Dissertation befaßte sie mit den Erfahrungen der ersten Generation HIV-positiver Personen in Mali, die freien Zugang zu antiretroviralen Therapien erhielten. Basierend auf den Konzepten „Vulnerabilität“ und „Resilienz“ trägt die Forschung zu einem besseren Verständnis der komplexen Zusammenhänge zwischen HIV, Geheimhaltung und sozialer Ehre bei. Zur Zeit koordiniert Noemi Steuer am Zentrum für Afrikastudien Basel das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt „Construire son avenir: Selbstverständnis und Laufbahnpraktiken von Jungdiplomierten in Burkina Faso und Mali“ (http://zasb.unibas.ch/research/research-projects/construire-son-avenir/).

 

Forschungsinteressen

HIV/AIDS; soziale Anerkennung; Risiko; Vertrauen; Vulnerabilität; Resilienz

 

Forschungsgebiet

Westafrika (Mali)

 

Publikationen

Bücher und Herausgeberschaften

2012. „Krankheit und Ehre. Über HIV und soziale Anerkennung in Mali“. Bielefeld: Transcript Verlag.

Buchbeiträge

2010. „Aujourd’hui tout le monde se méfie. Vertrauen im Kontext von HIV/AIDS in Mali“. In: Dilger, Hansjörg und Bernhard Hadolt (Hrsg.): Medizin im Kontext. Krankheit und Gesundheit in einer vernetzten Welt. S. 371 – 387. Frankfurt a.M.: Peter Lang, Internationaler Verlag der Wissenschaften.

2004. „‚Une maladie qu’on appelle sida‘ – AIDS Vorstellungen in Mali“. In: Schneider, Jürg; Roost Vischer, Lilo und Didier Péclard (Hrsg.): Werkschau Afrikastudien 4. S. 133-150. Münster: LIT Verlag.

Zeitschriftenartikel (peer-reviewed)

2012. „‚We are just afraid of what others may say about us‘ – Maintaining honour and respect in processes of disclosure in Bamako, Mali“. Medische Antropologie 24 (2): 265-287.

2004. „‚Pour moi, la maladie est trop lourde pour une seule personne‘ – Beurteilungen und Schuldzuweisungen zu AIDS in Mali“. In: Medicus Mundi Bulletin (93): 36-39.

2004. „Der Umgang mit AIDS in Mali. Schuldzuweisungen und moralische Urteile“. In: Soziale Medizin 4 (04): 21-23.
2002. „AIDS im Umfeld kulturell unterschiedlicher Wahrnehmungen“. In: IAMANEH INFO: 4-5.

 

Vorträge

2010. „Une question d’honneur. Navigations sociales dans le contexte du VIH au Mali urbain“. Präsentation im Workshop, „Urban Health in sub-Saharan Africa“ vom 13. – 16. Januar 2010 in Bamako, Mali.

2009. „Worte, die töten. Erfahrungen HIV-positiver Personen in Mali“. Präsentation an der Stützpunktschule für Molekularbiologie am 12. Dezember 2009 in Heidelberg.

2008. „Vertrauen und HIV in Mali“. Präsentation in der Masterclass der Medical Anthropology Switzerland am 20. Dezember 2008 in Basel.

2007. „Aujourd’hui tout le monde se méfie. Vertrauensfragen und Vertrauensarbeit im Kontext antiretroviraler Therapien in Mali“. Präsentation an der Jubiläumskonferenz der AG Medical Anthropology vom 27.-29. Sept. in Berlin.

2007. „Zwischen Mitteilen und Verschweigen. Neue Dilemmata im Umgang mit der Seropositivität in Mali“. Präsentation an der Nationalen Tagung des Forschungsnetzwerks Gender Health vom 20. Juni 2007 in Olten.

 

Film

2005. „Une maladie qui gâte le nom. Portraits von HIV/AIDS Betroffenen in Mali“. Dokumentarfilm (22 min). IAMANEH Schweiz.